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Nach einem Jahr Vorbereitungszeit wird sich im Januar 2014 erstmalig eine Gruppe von Oberstufenschülern auf den Weg in die NS-Gedenkstätte Auschwitz begeben.
Das Thema Holocaust war im vergangenen Schuljahr in mehrfacher Hinsicht Thema für unsere Schule: So gab es anlässlich der Verlegung des Stolpersteins für den 1939 aus der Schule deportierten Juden Herman Neudorf eine Ausstellung über ihn. Die Ausstellung wurde mit vielseitigen Beiträgen von Schülern eröffnet und verabschiedet, Schülerguides führten Klassen und auch Interessierte aus dem Stadtteil durch die Ausstellung.
Im Rahmen der jährlich stattfindenden Projektwoche der Oberstufe haben sich mehrere Projektgruppen mit dem Thema Holocaust beschäftigt. Daraus resultierte unter anderem eine atmosphärisch sehr gelungene Ausstellung über Juden in Gelsenkirchen, die in der Jüdischen Gemeinde Gelsenkirchen gezeigt wurde.
Die Schülervertretung der Gesamtschule Horst hat im Januar 2013 die Patenschaft für einen Stolperstein im Stadtteil übernommen. Die Schüler beteiligen sich an den Kosten für den Stein und dessen Verlegung und nahmen an der Verlegungsfeier im Mai 2013 teil. In einem kooperativen Projekt mit der Volkshochschule hat die SV außerdem die Caching-Tour "Auf den Spuren der NS-Zeit in Gelsenkirchen" entwickelt.
Kurz vor Schuljahresende berichtete der jüdische Holocaust-Überlebende Rolf Abrahamsohn vor Schülern der Klassen 7 bis 12 von seiner Odyssee durch sieben Konzentrationslager während der NS-Zeit.
Aus den dargestellten Projekten resultierte bei vielen Schülern Interesse an einer Fahrt zu einer NS-Gedenkstätte. Dies nahm eine Gruppe von Kollegen zum Anlass, in die konkrete Planung einzusteigen. Mit Unterstützung durch die Stiftung „Erinnern ermöglichen“ und das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk in Dortmund sowie des Fördervereins der Schule gelang es recht zügig, die Organisation sowie die Finanzierung der Fahrt zu ermöglichen. Zwei Kollegen haben an einer intensiven Fortbildung teilgenommen, die zum Teil vor Ort in Auschwitz stattgefunden hat, damit wir die Schüler angemessen auf die Fahrt vorbereiten können und auch eine kompetente Begleitung gewährleisten können.
Zudem zeigten wir in der Schule die Ausstellung "Wer hier war, vergisst nicht", um die Jahrgänge 10-13 über eine Studienfahrt nach Auschwitz zu informieren.
Mit einem Motivationsschreiben beworben und verbindlich angemeldet haben sich nun 21 Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 11-13. Bereits seit dem letzten Schuljahr fanden Vorbereitungstreffen statt, um organisatorische, aber auch inhaltliche Fragen zu klären. Begleitet und vorbereitet werden sie von den Kollegen Uwe Maschofski, Christian Kütemann und Anke Käding.
werden Studienführungen durch die Ausstellungen im ehemaligen Konzentrationslager und über das Gelände des ehemaligen Vernichtungslagers Auschwitz–Birkenau. Außerdem erwarten uns ein Zeitzeugengespräch, die Besichtigung der Sammlung der Häftlingskunstwerke im Stammlager, ein historischer Stadtrundgang durch die Stadt Oświęcim sowie die Besichtigung der Altstadt, des ehemaligen jüdischen Viertels und des Ghettos in Krakau.
Die Studienfahrt ist zeitlich und organisatorisch an die fächerübergreifende Projektwoche der Oberstufe angebunden. Das hat zur Konsequenz, dass die Schüler den Aufenthalt auswerten und präsentieren müssen und dafür auch eine Zensur erhalten. Dabei arbeiten die Schüler in kleineren Gruppen und können sich jeweils einen eigenen Schwerpunkt überlegen, z.B.:
Alle Oberstufenkurse sowie 10er-Klassen werden sich die Ausstellung im Februar anschauen können. Durch Pressehinweise wird auch interessierten Bürgern aus dem Stadtteil die Möglichkeit eröffnet, daran teilzunehmen.
Ein Presseartikel der WAZ über die Fahrt: http://www.derwesten.de/staedte/gelsenkirchen-buer/junge-leute-gehen-dem-holocaust-auf-den-grund-id8667509.html