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Bildhauerei - eine "kommunikative Säule" für den Schulhof

Martin Künne hilft Martin Künne hilft

Freiwillige, körperlich fordernde Arbeit in der Freizeit? Für die acht teilnehmenden Schülerinnen und Schüler der Oberstufe kein Problem, immerhin konnte man zum Projekt "Bildhauerei" die ausgetretenen Pfade der Schule ausnahmsweise einmal verlassen - und sich ins Atelier des Gelsenkirchener Bildhauers und Steinmetzen Martin Künne nach Bismarck begeben.

Über einen Zeitraum von eineinhalb Jahren traf sich die Projektgruppe - begleitet von Frau Cristea und Herrn Degner und finanziert durch das Landesprogramm "Kultur und Schule" - dort etwa einmal im Monat nachmittags bis zum Einbruch der Dunkelheit, um zunächst das "anstrengende Ringen mit dem Stein" zu erlernen und schließlich als gemeinsames Projekt eine Steinsäule für den Schulhof der Gesamtschule Horst zu entwerfen.


Bei der Arbeit Bei der Arbeit

Am Anfang standen zehn schwere Sandsteinbrocken, mit Zement auf Platten befestigt, bereit. Es konnte sofort losgehen! Jeder suchte sich intuitiv einen Stein aus und ohne allzu lange Entwurfsarbeit entschied sich jeder spontan, was die eigene Skulptur darstellen sollte. Es gab kein verbindliches Thema und so entstanden u.a. ein Hase, Buchstützen, eine Rose, ein Ohr, einige Herzen und auch eine abstrakte Skulptur.

Mit Kohlestift wurden rasch ein paar knappe Umrisslinien aufgezeichnet und schon ging die Arbeit mit Knüpfel und Meißel los, um Form in den rohen Stein zu bringen und - gemäß dem Motto von Michelangelo - alles Überflüssige einfach weg zu hauen. Wohl kaum einer der Teilnehmer hatte am nächsten Morgen in der Schule keinen Muskelkater. . .


Bei der Arbeit Bei der Arbeit

Bei den nächsten Sitzungen ging es etwas weniger mühselig zu: wir durften Luftdruck-Meißel benutzen, um die Steine zu "behauen".

Während die Arbeit an den Skulpturen voran schritt, wurde die Planung unserer gemeinsamen Abschlussarbeit begonnen, ein Werk, was auf dem Schulgelände der Gesamtschule Horst aufgestellt werden würde. Es sollte eine Gemeinschaftsarbeit aller teilnehmenden Schüler werden, gleichzeitig sollte jeder Schüler einen individuellen Beitrag leisten.


Bei der Arbeit Bei der Arbeit

Wir hatten das übergreifende Thema "Kommunikation" im Sinn, das Ergebnis sollte also möglichst von allen anderen Schülern verstanden werden ohne zu platt zu wirken. Schnell kamen wir auf das Thema "Zeichen und Symbole". Jeder Schüler würde ein stilisiertes Logo eines Tieres entwerfen, das für ihn besonders wichtige Eigenschaften widerspiegelt.

Diese Logos sollten eine Säule schmücken (sie würden mit Schablonen und einem Sandstrahler auf den polierten Stein der Säule aufgebracht), die dann als Monument auf dem Horster Schulgelände aufgestellt würde. Der Betrachter kann nun anhand der Tierlogos eigene Vermutungen über die Eigenschaften und Charakterzüge der Künstler anstellen.


Eine Rose Eine Rose

Nachdem schließlich jeder sein Tierlogo entworfen und ordentlich als Schwarz-Weiß-Zeichnung umgesetzt hatte und auch die lange bearbeiteten Skulpturen fertig gestellt waren und wortwörtlich ihren "letzten Schliff" bekommen hatten, stand nun der Arbeit am "Meisterstück" nichts mehr im Wege.

Die Logos wurden mit Hilfe von Schablonen in die Säule "gesandstrahlt" und anschließend mit farbigen Lacken hervorgehoben, damit sie besser mit dem schwarzen, hochglänzend polierten Stein der Säule kontrastieren.


Ein Hase Ein Hase

Bis zur Aufstellung des Kunstwerks auf einem Rasenstück in der Nähe Pavillon am Gebäude Grün mussten noch einige bürokratische und technische Hürden genommen werden, aber in den nächsten Wochen ist es soweit und das Ergebnis dieser Projektarbeit kann von allen Mitgliedern der Schulgemeinde bestaunt werden!


Teilnehmer des Projekts waren:
Viktoria Afeld, Adem Akgül, Arif Gürses, Carina Hennemann, Sabrina Heyn, Cora Langer, Kevin Rottmann und Ida Soltau.